Patenbitten bei der Feuerwehr Reibersdorf

Datum: 
16. Mai 2026 - 16:30

Am 16. Mai 2026 zeigte sich Reibersdorf von seiner festlichsten Seite. Schon am Dorfrand war zu spüren, dass ein besonderes Event bevorstand: Fahnen schmückten die Häuser, Girlanden spannten sich über die Straßen, und zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, um den Einzug der Feuerwehr Parkstetten zu verfolgen. In geschlossener Formation marschierte die Abordnung, begleitet von Musik und bester Stimmung, in Richtung Kirche – dem Zentrum des Dorfes.

Vor der Kirche angekommen, traten die Vorstände der Feuerwehr Parkstetten gemeinsam mit Schirmherr Martin Panten und Festfrau Stephanie Färber-Heller vor die Gastgeber. Mit sichtbarem Stolz baten sie die Feuerwehr Reibersdorf offiziell um die Patenschaft für das große Jubiläumsfest im Juli. Doch wie es die Tradition verlangt, sollte die Zusage nicht ohne Weiteres erfolgen.

Die Reibersdorfer hatten sich ein abwechslungsreiches und humorvolles Prüfungsprogramm einfallen lassen, das den Parkstettenern einiges abverlangte – und für viele Lacher sorgte. Gleich zu Beginn war Kreativität gefragt: Aus vier Leiterteilen sollte eine Schaukel für die Patenbraut Lena Kieninger gebaut werden. Mit handwerklichem Geschick, Teamarbeit und einer guten Portion Improvisation gelang es den Kommandanten der und einigen Helfern der Feuerwehr Parkstetten, eine stabile Konstruktion zu errichten, die Lena schließlich lachend ausprobierte.

Die zweite Aufgabe führte die Gruppe zu einem Kuhmodell, an dem das Melken geübt werden musste. Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer zeigten die Festdamen, dass sie nicht nur mit Schläuchen und Pumpen umgehen können, sondern auch mit einem Euter – zumindest mit einem künstlichen.

Anschließend wurde es sportlich und nass: Mit Schwämmen, die auf Feuerwehrhelmen befestigt waren, mussten vier Maßkrüge unter Zeitdruck gefüllt werden. Die Teilnehmer rannten, tauchten die Schwämme in Wasserbehälter, ließen das Wasser in die Krüge tropfen und sorgten dabei für ausgelassene Stimmung bei allen Anwesenden. Das mühsam gesammelte Wasser wurde schließlich für die vierte und letzte Aufgabe benötigt: Mit einer Kübelspritze sollte ein kleines Hausmodell gelöscht werden. Auch diese Herausforderung meisterte die Parkstettener Wehr souverän.

Nachdem alle Prüfungen erfolgreich bestanden waren, trat Reibersdorfs Vorstand Korbinian Staudinger vor und erklärte unter großem Applaus die Bereitschaft zur Patenschaft. Die Freude war auf beiden Seiten spürbar. Gemeinsam setzte sich der Festzug anschließend in Bewegung und marschierte zum Feuerwehrgerätehaus, wo bereits ein weiterer Höhepunkt wartete.

Dort empfing der „Saubroda Moartl“ die Gäste mit einem knusprigen Spanferkel, das schnell zum Mittelpunkt des geselligen Beisammenseins wurde. Bei bestem Essen, kühlen Getränken und vielen Gesprächen klang der offizielle Teil des Abends aus. In einer kurzen Ansprache bedankte sich der 1. Bürgermeister Martin Panten für das hervorragend organisierte Fest und hob die Bedeutung der lange gelebten Kameradschaft zwischen den Wehren hervor.

Als die Band „Hofdorfer Buam“ schließlich immer fetziger aufspielte, war die Stimmung perfekt. Mitreißende Musik, Tanz und ausgelassene Freude machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Feuerwehr Parkstetten bedankt sich herzlich bei der Feuerwehr Reibersdorf für dieses einmalige, liebevoll gestaltete und rundum gelungene Fest.