Erster Defibrillator in der Raiffeisenbank Parkstetten installiert
Nachdem die Standortfrage und die Finanzierung über Spendengelder für die Anschaffung geklärt waren, wurde am Freitagnachmittag der erste Defibrillator in der Gemeinde installiert. Direktor Josef Murr von der Raiffeisenbank Parkstetten erklärte sich im Herbst sofort bereit, dieses lebensrettende Gerät im Vorraum der Bank anbringen zu lassen. Umso mehr freut es ihm, dass es nun soweit ist und die Raiffeisenbank es für den Notfall für jedermann und zu jederzeit zur Verfügung stellen kann. Bürgermeister Heinrich Krempl betonte in diesem Zusammenhang, dass er auch den Geldgebern sehr dankbar ist, die die Anschaffung letztendlich auf den Weg gebracht haben.
Der Defibrillator wurde zwischen den beiden Eingangstüren der Raiffeisenbank Parkstetten installiert. Der Zugang kann ohne Bankkarte erfolgen, denn die Eingangstüre ist immer offen. Bei diesem Gerät handelt es sich um einen sogenannten Frühdefibrillator, der für eine Laienreanimation geeignet ist. Ein Einmalrasierer (für Brusthaare), Einmalhandschuhe, eine Kleiderschere, eine Beatmungsmaske und ein Desinfektionsmittel befinden sich in einer Zubehörtasche. Über der Halterung ist eine Gebrauchsanweisung angebracht. Die Handhabung ist sehr einfach. Zum Öffnen drückt man den gelben Knopf und zur Aktivierung den roten Knopf. Nach dem Anlegen der beiden Elektroden wird im Hintergrund selbständig ein EKG und eine Analyse durchgeführt. Mit klar verständlichen Worten informiert das Gerät einem über die weiteren Schritte. Nur wenn es einen „Schock“ freigibt, kann man auch einen Schock abgeben! Also, keine Angst – die Anwendung ist denkbar einfach!
Findet man einen Menschen bewusstlos am Boden liegend, holt man sich Hilfe. Diese wäre von Vorteil, um bei der Reanimation nicht alleine zu sein und die den Frühdefibrillator vom nächst gelegenen Standort (in Parkstetten Raiffeisenbank und Sparkasse) besorgt. Ist der Bewusstlose nicht ansprechbar und hat man das Gefühl, dass er nicht richtig atmet, wird ein Notruf (Tel. 112 ohne Vorwahl) abgesetzt. Bevor mit der Reanimation begonnen wird, sollte man überprüfen, ob beim Bewusstlosen ein Fremdkörper im Mund steckt. Es ist darauf zu achten, dass der Patient auf einer festen und trockenen Unterlage liegt, der Körper nicht nass und der Oberkörper frei ist. Bis zum Eintreffen des Notarztes wird beim Patienten eine Herzdruckmassage (30mal Herzdruckmassage – zweimal beatmen) durchgeführt, damit der im Körper verbliebene Sauerstoff noch alle Organe versorgen kann. Wichtig bei Auslösung eines Schockes ist, dass genügend Abstand zum Patienten zur eigenen Sicherheit eingehalten wird.
Eine genaue Vorgehensweise im Notfall wird im Juni-Gemeindeboten veröffentlicht. Studien zeigten, dass alleine mit einer Frühdefibrillation sehr viel erreicht werden kann.
Bild: Bürgermeister Heinrich Krempl, Direktor Josef Murr, 1. Kommandant der Feuerwehr Parkstetten Thomas Schießl und 2. Kommandant Manfred Stahl bei der Übergabe und Installation in der Raiffeisenbank Parkstetten.


